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Work in Progress

Kino Arsenal im silent green Kulturquartier, Berlin

Gerichtstraße 30, 13347 Berlin

Ein Kino entsteht

A Cinema is Being Built

Hier werden die unterschiedlichen Phasen der Bauarbeiten des neuen Kino Arsenal dokumentiert, das in der Westhalle des silent green Kulturquartiers in der Plantagenstraße 30 in Berlin-Wedding entsteht.

Over the next few months, the various phases of the construction work on the new Arsenal cinema, which is being built in the West Hall of silent green Kulturquartier in Plantagenstraße 30, Berlin Wedding, will be documented here.

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Die Westhalle (Südseite)

Foto: arsenal

Hintereingang Südseite

Foto: arsenal

Zukünftiger Kinosaal (Blickrichtung auf zukünftigen Leinwand)

Foto: arsenal

Zukünftiger Kinosaal in der Westhalle (Blick auf den zukünftigen Projektionsraum)

Foto: arsenal

Das Tor zum Hof auf der Nordaseite.

Foto: arsenal

Das zukünftige Kino Arsenal

Im silent green Kulturquartier in Berlin-Wedding, wo seit 2015 das Archiv des Arsenal untergebracht ist, werden ab 2026 erstmals in seiner Geschichte alle Arbeitsbereiche (Kino, Berlinale Forum / Forum Expanded, Archiv und Verleih) an einem Ort vereint. In der Westhalle ensteht ein Kinosaal mit 180 Plätzen, der alle analogen und digitalen Vorführmöglichkeiten bietet. Auf der Nordseite des Gebäudes in der Plantagenstraße 30 gibt es einen eigenen Eingang und einen kleinen Innenhof für Veranstaltungen. Das mittlerweile mehr als 10.000 Titel umfassende Archiv und die Sichtungsräume sind weiterhin im Westflügel des silent green untergebracht. Die Büros und der Verleih haben das Erdgeschoss und zwei weitere Etagen in der Gerichtstraße 53 bezogen.

The future Arsenal cinema

In 2026 all departments of Arsenal (the cinema, Berlinale Forum / Forum Expanded, the archive and distribution) will come together in one place for the first time in its history in the silent green Kulturquartier in Berlin-Wedding. The Arsenal archive has been located there already since 2015. A new cinema with 180 seats will be built for Arsenal in the West Hall of the former crematorium. It will continue to offer all analog and digital screening options. There will be a separate entrance and a small inner courtyard for events on the north side of the building in Plantagenstraße 30. The archive, which currently contains more than 10,000 titles, and the viewing rooms will remain in the west wing of silent green. The offices and distribution department will occupy the ground floor and two further floors of the building Gerichtstrasse 53 opposite of the main entrance of silent green.

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Im Innern und von außen 01/2026

In unregelmäßigen Abschnitten schickt mir der Bauherr Jörg Heitmann per WhatsApp Fotos von der Baustelle. Jedes Mal gibt es etwas Neues zu sehen. Diesmal erhalte ich eine Innen- und eine Außenansicht aus den letzten Wochen des Vorjahres. Im Innern des Kinosaals: Lautsprecher und Akustikpaneele werden so angebracht, dass das historische Deckengewölbe erhalten bleibt. Die synchronen Körperhaltungen der beiden Akrobaten in der Kinokuppel haben etwas Vertrauen erweckendes. Eine dritte Person kauert unmittelbar unter der Decke. Hier geschieht etwas Geheimnisvolles. Draußen in der Plantagenstraße: Eine unbekannte Graffitisprayerin hat es schon immer gewusst, hier ist der Aufgang zum Kino (AZK). Die Stufen in den Kinohimmel, den man im ersten Bild erahnt, ragen bereits aus der sandigen Erde heraus. Der Bagger mit der Aufschrift „Wacker“ ist voller Tatendrang. Seine Ketten verbergen die Bordsteinkante, die bald abgesenkt wird, der Weg zum Kino wird geebnet. Das neue Jahr beginnt mit gesteigerter Vorfreude. (Stefanie Schulte Strathaus)

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Foto: arsenal

Foto: arsenal

Kino Bau Zeit 12/2025

Dienstags ist Bausitzung. Ein Dutzend Personen nehmen daran teil, einige kommen nur kurz vorbei und verschwinden wieder auf der Baustelle oder kommen gar nicht erst an, weil sie im Zwischenlager feststecken, wo Einzelteile angeliefert werden, die noch nicht eingebaut werden können, weil eine andere Bauphase wegen Lieferschwierigkeiten noch nicht abgeschlossen ist. Alle werfen sich Zahlen, Formeln und Begriffe zu, die ich noch nie gehört habe. Einmal taucht die Frage auf: Welcher Art Wortveranstaltungen sollen im Kino stattfinden? Ich stelle mir vieles vor und erzähle davon. Alle hören gespannt zu, um es dann in Anschlüsse, Verbindungen und Schaltkreise zu übersetzen, die sich in alle Richtungen des Gebäudes ausbreiten. Wer weiß schon, was sich in Wänden, Decken, Böden und Schächten eines Kinos verbirgt: Ein nicht sichtbares Universum, in dem alles genau aufeinander abgestimmt sein muss, um Sicht- und Hörbarkeit herzustellen. Ich hatte gedacht, diese Kolumne würde hier enden. Nun geht sie weiter. Aber schon bald wird das jetzt Sichtbare unsichtbar, das noch Unsichtbare sichtbar, und das noch nicht Gesagte hörbar. (Stefanie Schulte Strathaus)

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Mikrofonposition Grundriss

Foto: arsenal

Mikrofonposition Längsschnitt

Foto: arsenal

Nebenräume 10/2025

Ein Kino hat Vor-, Hinter- und Nebenräume. Im Arsenal in der Welserstraße waren rechts neben der Leinwand die Toiletten, leider mit einer recht lauten Wasserspülung. Am Potsdamer Platz lagen hinter der Leinwand Produktionsräume der dffb – eine schöne Vorstellung: Aus dem Studio durch die Wand hindurch direkt auf die Leinwand.

in der Westhalle gibt es gleich drei Räume hinter und neben der Leinwand: Links ein Aufenthaltsraum mit Sofa und Zugang zum Garten für Gäste, die sich dort vor ihrem Auftriff zurechtmachen oder ausruhen wollen, mittig ein Lagerraum, und rechts ein Catering-Raum für Sommerempfänge auf unserem kleinen Hof an der Plantagenstraße. Das Highlight: Ein großer, heller Raum hinter dem Vorführraum, in dem ein Arbeitsplatz für digitale Bearbeitung entsteht: Ausspielungen, Formattransfers, Datenspeicherung und mehr. Und hinter der Kasse: Platz für Getränke und Snackbar, deren Befüllung eine unserer nächsten Aufgaben sein wird. Definitiv Salzstangen. (Stefanie Schulte Strathaus)

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Digitalarchiv

Foto: arsenal

Digitalarchiv

Foto: arsenal

Eye and Ear Control 8/2025

Dunkelheit bricht ein. Noch nicht der Herbst und auch nicht die Nacht, sondern die Dunkelheit des Kinos. Die Saaldecke wurde gestrichen, damit demnächst die Akustikelemente angebracht werden können. Damit beginnt der Raum nicht nur anders auszusehen, sondern sich auch anders anzuhören. Was mich darauf bringt, dass wir die einzelnen Bauphasen nicht nur filmen und fotografieren, sondern auch ihren Sound dokumentieren sollten.

Denn eine denkmalgeschützte ehemalige Trauerhalle mit einer Gewölbedecke aus Beton stellt eine besondere akustische Herausforderung dar. Vor allem für ein Kino, das vieles will: Perfekte Tonqualität für Filme (z.B. Dolby Atmos-Sound), Live-Stummfilmbegleitung ohne Verstärker, die Möglichkeit zu sprechen, ohne jedes Mal ein Mikrofon in die Hand nehmen zu müssen. Die Deckenpaneele sollen dabei helfen, aber gleichzeitig gut aussehen. Es soll laut sein können, und gleichzeitig ganz still.

I hear you, sagte der Kinoplaner. (Stefanie Schulte Srathaus)

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Der zukünftige Kinosaal in der Westhalle in der Plantagenstraße 30 im August 2025.

Foto: Jörg Heitmann

Schaufenster und Grünpflanzen 6/2025

Geht man an der Gerichtstraße 53 vorbei (schräg gegenüber vom silent green Richtung Nettelbeckplatz), dann lohnt sich ein Blick in die Schaufenster: Arsenal on Location verästelt sich immer mehr über Berlin, Deutschland und die Welt. Die Plakate zu den zahlreichen Veranstaltungen werden von Grünpflanzen umrahmt und geben Zeugnis davon, dass das Arsenal ohne ­Kinosaal keineswegs in den Dornröschenschlaf gefallen ist. Dahinter arbeiten die Kolleg*innen von Forum, Forum Expanded und unserem Filmverleih. Wer sich an das Arsenal in der Welserstraße vor der Jahrtausendwende erinnert, weiß vielleicht noch, dass der Verleihdisponent Karl Winter (der leider nicht mehr unter uns ist) auch damals schon im pflanzenumrankten Schaufenster saß.

Im Augenblick diskutieren wir gemeinsam mit den Kolleg*innen vom silent green und unserem Architekten Plakatierungsmöglichkeiten, Schau­fenster und LED-Anzeiger für das neue Kino im künftigen Eingangsbereich in der Plantagenstraße 30. Sie trägt ihren Namen seit 1827 und ist nach dem Begriff Plantage (französisch für Pflanzung) benannt. (Stefanie Schulte Strathaus)

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Schaufenster in der Gerichtstraße 53. Hier befinden sich die Büros des Vorstandes, des Kinoprogrammteams, dem Forum und Forum Expanded, dem Kommunikationsteam sowie dem Verleih und der Verwaltung.
Foto: Stella Schimmele

Filmzeit 04/2025

Seit Beginn der Bauarbeiten im neuen Kino besucht die Filmemacherin Ute Aurand regelmäßig die Baustelle mit ihrer Bolex-Kamera. Wir haben sie gebeten, die Veränderungen zu filmen. Bei den vielen Materialien, die verarbeitet werden, scheint ein analog gedrehter Film passend. Ute hatte bereits unsere Archivräume gefilmt, bevor die Pappkartons, in denen die Filme bislang lagerten, durch Kunststoffdosen ersetzt wurden. Dabei hat sie aus den Titeln, die außen an den alten Kartons klebten, filmische Erzählungen gemacht, quer durchs Archiv.

Lange Zeit geschah wenig Sichtbares im neuen Kino. Während sich die Welt draußen immer schneller drehte, schien die Zeit im künftigen Arsenal stehengeblieben zu sein. Bis eine Wand durchbrach.

Jetzt kommt Ute häufiger. Das Tempo des werdenden Kinos ist immer noch sehr viel langsamer als das, mit dem sich die Welt gerade verändert. Als versuche das Kino, sie auszubremsen. Die ersten Besucher*innen kommen vorbei. Unter ihnen James Benning, der in den Saal läuft, als säße dort schon das Publikum für seinen nächsten Film aus Zeit. (Stefanie Schulte Strathaus)

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Ute Aurand mit ihrer Bolex in der Plantagenstraße 30.

Foto: Stefanie Schulte Strathaus

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Kopfkino zum Anfassen 1/2025

Vieles, was uns im letzten Jahr beschäftigt hat, erinnert an die Kinoplanung vor über 25 Jahren, als wir an den Potsdamer Platz umgezogen sind: Plane oder gekrümmte Leinwand (sie wird plan), eine Akustik, die alles kann (Filmsound, Wortbeiträge und Stummfilmbegleitung), Anordnung der Sitze für bestmögliche Sicht bei größtmöglicher Platzzahl. Ein Kassenhaus, das nicht im Luftzug steht und ein Vorführraum mit Platz für alle analogen und digitalen Projektoren.

Und doch ist alles anders: Vermieter und Ar­chitekten laden uns in ihr Büro ein. Auf einem ­großen Tisch liegen ausgebreitet verschiedene Materialien: Moos, Steine, Glas, Stoffe, Holz, Metalle. Naturfarben, Grüntöne, alles zum Anfassen. Wir legen prüfend nebeneinander, diskutieren Denkmalschutz und Neugestaltung, Nachbarschaftsanbindung und Empfangsmöglichkeiten. Wir stellen uns vor: den Eintritt ins Foyer von der Plantagenstraße auf der Nordseite, den Aufgang im Saal zu den oberen Reihen, das Öffnen des Vorhangs, die Leinwandbreite. Das Gespräch nach dem Film. Das Heraustreten aus dem Kino zur Südseite, wo Restauranttische unter Sonnenschirmen warten. (Stefanie Schulte Strathaus)

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Materialien für den zukünftigen Kinosaal.

Foto: arsenal

Visualisierung der Südseite des Arsenal Kinos in der Westhalle in der Plantagenstraße 30

Visualisierung der Nordseite – dem zukünftigen Haupteingang – des Arsenal Kinos in der Westhalle in der Plantagenstraße 30

silent green

Das silent green ist ein Veranstaltungsort und unabhängiges Projekt, das in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Krematoriums Wedding eine in Berlin einzigartige Heimat gefunden hat. In privater Trägerschaft versteht sich das 2013 gegründete Kulturquartier als geschützter Raum, in dem gedacht, geforscht und experimentiert werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei ein formenübergreifendes, transzdisziplinäres Arbeiten und die Entstehung neuer, hybrider Formen. Das silent green hat zwei Schwerpunkte: Bewegtbild und Musik.

Das silent green und der Kulturstandort Wedding bieten für das Arsenal eine einzigartige Infrastruktur und Synergiemöglichkeiten mit zahlreichen Kultureinrichtungen und Initiativen. Auf dem Gelände befinden sich unter anderem das Harun-Farocki-Institut, silent green Film Feld Forschung und die Transmediale sowie in unmittelbarer Umgebung das SİNEMA TRANSTOPIA, die zukünftige DFFB und SAVVY Contemporary. Viele dieser Kultureinrichtungen sind bereits langjährige Kooperationspartner*innen des Arsenal.

The silent green is an event venue and independent project that has found a unique home in Berlin in the historic premises of the former Wedding crematorium. Founded in 2013, the privately run cultural quarter sees itself as a protected space where people can think, research and experiment. The emphasis is on cross-formal and transdisciplinary work: the boundaries of individual artistic disciplines are to be pushed in order to link them into new, hybrid forms. The silent green has two focal points: moving image and music.

The silent green and Wedding as a cultural location offer Arsenal a unique infrastructure and synergy opportunities with numerous cultural institutions and initiatives. The Harun Farocki Institute, silent green Film Feld Forschung and Transmediale are all located on site; SİNEMA TRANSTOPIA, the future DFFB and SAVVY Contemporary are in the immediate vicinity. Many of these cultural institutions are long-standing cooperation partners of Arsenal.

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Blick von den Ateliers des silent green Kulturquartiers aud das Grün und die Kuppelhalle

Fotot: arsenal

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